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Der Nockherberg

Weit über Bayern hinaus ist der Nockherberg bei München bekannt. Alljährlich werden dort zum Starkbieranstich die Regierenden „derblecket“ (auf den Arm genommen). War es früher der Kurfürst, so sind es heute die Politker aller Parteien. Nach einem Brand im Jahr 1999, bei dem der alte Nockherberg komplett zerstört worden war, musste beim Neubau auch die Küche ausgestattet werden.

Drei Monate arbeiteten wir dort mit zwei Montageteams unter schwierigsten Bedingungen. Die Außenanlagen waren noch nicht fertig. So mussten alle Geräte an der gegenüberliegenden Gebäudeseite angeliefert und durch das Gebäude transportiert werden. Dank des großen Engagements der Firma D & E Günther und des Projektleiters, Herrn Hirschberger, haben wir die Küche dennoch im Zeitplan einbauen können.

Alles auf dem Nockherberg war maßgefertigt, mit besonderen Boden-, Winkel- und Wandabdichtungen - nichts entsprach der Norm. So galt es immer wieder anzupassen und auf die örtlichen Gegebenheiten einzugehen.

 

Mission: Impossible

Besonders spannend wurde es, als eine MKN-Herdanlage im Untergeschoss eingebaut werden sollte. Denn da stand auf einmal eine Wand, die ursprünglich gar nicht geplant war und auch nicht weggerissen werden konnte. Mit den Dimensionen der neuen Herdanlage war es unmöglich, sie dort hinunter zu bringen. Unmöglich?

Wir zerschnitten kurzerhand den Herd in zwei Teile, die sich dann unter den neuen baulichen Gegebenheiten in den Keller transportieren ließen. Dort schweißten wir ihn wieder zusammen – und zwar so, dass keine Schweißnaht mehr sichtbar war. Öfter wurden wir hinterher gefragt, wie wir es denn geschafft hätten, den Herdblock durch dieses Nadelöhr hinein zu bekommen. Das ist halt wie mit dem Geheimnis des Flaschenschiffes...